Steve Kroeger – Mit Leichtigkeit Gipfel erklimmen: Der Erlebnisbericht

Das Wichtigste in Kürze


  • Kreiere Dein Setting:
    Mach Dir bewusst, was Du brauchst und richte alles danach aus, um Deine beste Leistung zu bringen.
  • Kenne deine drei Nuggets:
    Sei Dir klar, wie Du Dich positionierst und welchen Nutzen Du Deinem Kunden bietest.
  • Was willst Du wirklich?
    Identifiziere den Traum, der noch in Dir schlummert und nach Realisierung schreit.

 

Es geht los: Mein Seminarjahr startet!

Es ist Freitag, der 13., na und? Spätestens ab heute ist das ein Glückstag! Denn heute geht es los:
Mein Seminarjahr mit 25 Seminaren an 75 Tagen startet!

Ein Wochenende voller Motivation

Es könnte gar nicht besser passen. Das Thema des ersten Seminars dieses Jahres ist: Motivation. Drei Trainer (Steve Kroeger, Dr. Steffi Burkhart, Dr. Stefan Frädrich) werden an drei Tagen ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben, wie man Ziele setzt, erreicht und feiert und das auch noch mit Leichtigkeit.

Das Motto des Wochenendes lautet „Ich will, ich kann, ich werde!“
Das passt perfekt zu meinem Blogprojekt, denn ich will, kann und werde ein ganzes Jahr lang von meinen Erfahrungen hier berichten, mit Blog Posts, Video-Interviews und Infografiken. Um das anzufangen und vor allem auch langfristig durchzuziehen, kann ein wenig Motivation nicht schaden.

GEDANKENtanken-Trainerausbildung

Bevor ich im nächsten Abschnitt in den Erfahrungsbericht einsteige, gebe ich noch ein paar Hintergrundinfos zu diesem Seminar-Wochenende:

Ausrichter des Wochenendes ist GEDANKENtanken. Der eine oder andere kennt sicher die GEDANKENtanken Rednernächte, die auch in diesem Jahr wieder in vielen Städten Deutschlands stattfinden. 10-12 Redner (meist bekannte Trainer) halten einen Vortrag über ein Thema, nicht länger als 20 Minuten, in den meisten Fällen sehr informativ und auch unterhaltsam.

Genau diese Trainer tauchen auch an den GEDANKENtanken Trainings-Wochenenden auf. Diese Trainings sind Teil der 360°-Trainerausbildung, die sich über 12 Monate erstreckt. Natürlich können Interessierte auch die einzelnen Wochenenden separat buchen.

Ein Seminar unter Freunden und mit Respekt

Es ist 10 Uhr am Freitagmorgen in Köln. Gerade hat Dr. Stefan Frädrich (Gründer von GEDANKENtanken) den heutigen Trainer als Steve Kroeger vorgestellt. Langsam steht dieser auf, legt die Baseballcap ab und nimmt seinen Platz in der Mitte des Seminarraumes ein. Vor uns Teilnehmern steht ein durchtrainierter Mann (39 Jahre), kurze Haare, Jeans, T-Shirt, Chucks. Schnell füllt er den Raum mit seiner Präsenz und strahlt dabei eine starke Eindringlichkeit aus. Dieser Eindruck wird sich im Laufe des Seminars noch verstärken, dazu tragen seine klare Wortwahl und Gestik bei: Mit ausgestrecktem Zeigefinger und zugewandtem Oberkörper zeigt er klar an, wo es langgeht.

Guten Morgen zusammen!

Bevor er sich genauer vorstellt, steckt Steve Kroeger den Rahmen ab und macht deutlich, was wir heute von ihm erwarten können. Nicht ganz: Er sagt uns erst mal, was wir alles nicht von ihm bekommen:

  • kein Frontalunterricht
  • nichts Neues
  • keine Studien
  • keine Theorien

Was wir von ihm kriegen:

  • seine Erfahrungen
  • seine Learnings

Find ich gut, ich bin ein großer Freund von Seminaren, in denen ich von der Persönlichkeit des Trainers und seinen Erfahrungen was lernen kann. Studien und Theorien kann ich nachlesen, da tut es ein gutes Buch. Ich freu mich schon mal!

Vor lauter Freude habe ich nicht bemerkt, wie Steve Kroeger das Wort „Respekt“ ans Flipchart geschrieben hat. Handys und Laptops, die auf den Tischen liegen, sind für ihn ein Zeichen von Respektlosigkeit. Erst zögerlich, dann etwas flinker stecken die Teilnehmer ihre elektronischen Geräte weg. Ich nicht, denn ich brauche mein Handy ja noch, um Fotos für den Blog zu machen.

Erfolgsrezept: Respekt!

Das mit dem Respekt klang ein wenig bedrohlich. Schnell wird es wieder freundlicher: Ein paar PowerPoint-Folien und auch Steve Kroeger sagen mir, dass ich mich hier „zu Hause“ und „unter Freunden“ fühlen soll. Na dann!

Weiter gehts mit: „Wenn Ihr hier rausgeht, ohne was gelernt zu haben, dann habt IHR was falsch gemacht. Dann habt Ihr die falschen Fragen gestellt!“ Ach so ist das. Ein Wechselbad der Gefühle ist das hier!

Gut so, denn mit Emotionen lernen wir bekanntlich am besten.
Super, dass sich der Trainer auf uns als Zielgruppe (Menschen, die Management-Trainer werden wollen) eingestellt hat. Bevor er sich im Detail vorstellt, lässt er uns auf folgende Frage antworten:
„Wer ist heute bereit, eine Entscheidung zu treffen, ob es für sie/ihn in Richtung Top-Management-Trainer, überdurchschnittlichen oder unterdurchschnittlichen Trainer geht?“

Ich bin bereit für den Top-Trainer! Wo muss ich unterschreiben?

Gala-Abend in Jeans und T-Shirt: Kreiere Dein Setting!

Zum Thema „Was soll ich bei meinem Vortrag oder in meinem Seminar anziehen?“ hat Steve Kroeger eine schöne Geschichte parat:

Für seinen ersten bezahlten Vortrag vor einigen Jahren hat er sich einen Anzug gekauft, denn das macht man ja so. Fesch in Schale geschmissen, geht er auf die Bühne. Während des Vortrags merkt er selbst, dass er sich im Anzug nicht richtig bewegen kann. Er fühlt sich nicht wohl. Das schonungslose Feedback des Auftraggebers nach seiner Rede wundert ihn nicht: „Herr Kroeger, wir machen diese Veranstaltung seit 14 Jahren: Und Sie waren der Schlechteste.“ Bumm!
Erst war er sehr niedergeschlagen, dann nutzte er diese Erfahrung als Antrieb. Er trat in den Rhetorik-Club Toastmasters ein (Rheinredner) und suchte sofort wieder die Bühne. In kurzer Zeit schaffte er es so auf den 3. Platz bei den Europameisterschaften im Redehalten.
Sein Fazit und sein Appell an uns: „Ich muss das so machen, wie ich das kann. Kreiere Dein Setting! Die Freiheit musst Du Dir rausnehmen, damit Du die Performance bringst, Spaß hast und die Leute erreichst.“

Und seitdem sieht man Steve Kroeger nie wieder im Anzug auf der Bühne oder in Seminaren. Selbst auf einem Gala-Abend der German Speaker Association (GSA), an dem alle in Anzug und Fliege unterwegs sind, tritt er in Jeans und rotem Poloshirt auf, um eine Laudatio für Reinhold Messner zu halten.

Steve Kroeger: Seven Summits, Rucksack & Kilimandscharo

Wir lernen sein aktuelles Zuhause kennen, einen 16-Quadratmeter-Wohnwagen, mit dem er seit Dezember 2016 mit seiner Frau und ihren 2 kleinen Kindern durch Europa fährt, für (mindestens) ein Jahr.

Er erzählt von seinem Werdegang, wie er sich vom Personal Trainer zum Motivationstrainer und Redner entwickelt hat. Drei Schlagworte sind ihm dabei wichtig:

  • 7 Summits: von heute auf morgen entschieden, die höchsten Gipfel aller 7 Kontinente zu besteigen –> Ziele!
  • Rucksack: jahrelang nur das besessen, was in einen 35-Liter-Rucksack passt –> Fokussierung!
  • Kilimandscharo: schon 12x bestiegen, er bietet Seminarreisen für Führungskräfte, Selbstständige und Unternehmer an und geht mit diesen auf den höchsten Berg Afrikas –> Teamgeist
Steve Kroeger stellt Steve Kroeger vor

Das sind Steve Kroegers drei Nuggets, dazu später mehr.

Diese Erfahrungen am Berg bilden die Basis für die Seven Summits Strategie (R), die er entwickelt und in seinem Buch verewigt hat. Mehr Details zu der Strategie findest Du in meinem zweiten Artikel zu den Erkenntnissen dieses Semianrs.

Sein Hauptbetätigungsfeld sind Vorträge, nicht so sehr Training. Deswegen ist der Tag auch nicht so sehr von Übungen, ob allein oder in Gruppen, geprägt, sondern eher von vielen Impulsen von Steve. Interaktion entsteht vor allem durch die Fragen, die er stellt und die er beantwortet.

Wie kann ich Köpfe öffnen?

Fragen sind ein zentraler Bestandteil des heutigen Seminars. Er fordert uns auf, unsere Frage des Tages aufzuschreiben und über unser Namensschild zu hängen. Er geht immer wieder durch die Reihen und beantwortet Fragen einzelner Teilnehmer.

Los geht’s auch schon mit der ersten Frage: „Ich möchte meinen Gesprächspartner von einer Sache überzeugen: Gibt es ein Werkzeug, um den Kopf zu öffnen?“ Hier und da ist leises Kichern zu hören, bei einigen Teilnehmern ruft diese Formulierung offensichtlich makabere Bilder hervor, bei mir auch.
Bei der Beantwortung der Fragen zeigt sich eine klare Stärke von Steve Kroeger: Er entscheidet schnell, bezieht klar Stellung, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und bietet verständliche Lösungen und Impulse an.

Seine Antwort auf die Kopföffnungsfrage: „So lange wir im Glauben sind, dass wir jemanden überzeugen oder öffnen müssen, werden wir ihn nicht überzeugen oder öffnen.“ Und weiter: „Die Haltung dabei ist nicht die richtige!“
Sein Tipp: Fragen stellen! „Führe durch Fragen, mach es elegant! Eine Frage wäre ‚Was glaubst Du, würde Euch im Moment am meisten helfen?'“

Die Tür geht auf, ein neuer Teilnehmer (nennen wir ihn mal „Gregor“) kommt herein. Ich weiß nicht mehr genau, wie spät es war, aber so ein oder zwei Stunden sind wir hier schon zugange. Die trockene Reaktion von Steve Kroeger: „Fast pünktlich.“ Dann erklärt er in aller Ruhe Gregor die Frage-des-Tages-Aufgabe, damit er direkt einsteigen kann. Souverän!

Was sind Deine drei Nuggets?

Nach der Beantwortung einer weiteren Frage gehen wir in eine Übung, die sehr viele Diskussionen zur Folge haben wird:
In Zweiergruppen führen wir kurze Interviews miteinander, dabei sind vier Fragen vorgegeben, eine davon lautet „Was machst Du beruflich?“
Danach stellen einige Teilnehmer ihren Interviewpartner kurz vor. Steve Kroeger ist mit den Vorstellungen nicht zufrieden. Den Punkt, den er machen möchte, ist: Nutzt jedes Gespräch, um Eure Positionierung als Trainer und den Mehrwert für den potenziellen Kunden rüberzubringen. Lasst keine Chance für die Akquise neuer Kunden verstreichen. Habt Eure drei Nuggets inkl. Erklärung und Mehrwert für den Kunden parat.

Schon brandet die Diskussion auf „Ja, wenn ich das vorher gewusst hätte, dass ich mich anpreisen soll, dann hätte ich das auch so gemacht.“ oder „Die Fragen waren ja nicht so formuliert.“ Alles nur Ausreden in Steve Kroegers Augen, ein paar Teilnehmer sind beleidigt, einige überlegen sich schon mal ihre wirklichen drei Nuggets.
Für Steve Kroeger ist klar: Wenn mein Gesprächspartner nach 5 Minuten Gespräch zu „Was machst Du?“ nicht wiedergeben kann, was ich mache und anbiete und was sein Nutzen sein könnte, dann habe ich was falsch gemacht!
Schließlich coacht er noch ein paar Teilnehmer bei der Entwicklung ihrer drei Nuggets, entlockt ihnen ein paar spannende Goldbröckchen („Das Carrera-Prinzip“) und die Wogen glätten sich ein wenig. Doch ganz fertig sind wir noch nicht mit dem Thema, er macht noch mal deutlich: „Das sind keine Einwände gegen mich, das sind Einwände gegen Deine Ideen!“ und stellt die Frage „Wer möchtest Du sein?“

Hypno-Action
Gleich geht’s abwärts

Während der Nuggets-Session kommt es zu einer spontanen Hypnose-Vorführung: Ein Teilnehmer (nennen wir ihn Julius) arbeitet als Magier und Hypnotiseur: Er kommt nach vorne und hypnotisiert einen Freiwilligen aus der Runde. Dieser fällt nach kurzer Zeit in eine Trance, kippt nach hinten und wird von den starken Armen von Steve Kroeger aufgefangen und sanft auf dem Boden abgelegt. Nach ein paar Minuten wird der Proband aufgefordert wieder aufzustehen. Das gelingt ihm, obwohl sein Hintern doch eigentlich fest mit dem Boden verbunden sein soll (laut Hypnose-Ansage).
Hat also nicht so ganz geklappt, trotzdem bin ich beeindruckt. Auch schön zu sehen, dass wir Menschen eben auch in Hypnose unseren Willen haben und durchsetzen können.

„Ich meine das ganz liebevoll“

Immer wieder im Training erzeugt Steve Kroeger bei uns Teilnehmern gezielt einen Schmerz und weist auf ein mögliches Defizit hin. Das macht er, um bei uns das Bewusstsein zu erzeugen, dass hier noch Potenzial schlummert und wir hier einen großen Schritt nach vorne machen können. In solchen Situationen, in denen er Teilnehmer gerne mal vor den Kopf stößt und ihnen sagt, dass sie seiner Meinung nach komplett auf dem Holzweg sind, fügt er mit sanfter Stimme hinzu: „Ich meine das ganz liebevoll.“
Ich mag es, so herausgefordert zu werden und mal den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Im ersten Moment fühlt es sich nicht sehr angenehm an und genau das bringt mich dazu, nachzudenken und das eine oder andere Verhaltensmuster in Frage zu stellen und zum Guten zu verändern. Es kann gut sein, dass dieser klare und provokante Stil so manchem Teilnehmer sauer aufstößt und er die Impulse von Steve Kroeger nicht annehmen möchte. So verschieden sind sie eben, die Geschmäcker!

Meine Entscheidung

Als nächstes geht es um Entscheidungen, ein zentrales Thema von Steve Kroeger. Er lädt uns herzlich ein, heute eine Entscheidung zu treffen. Wer möchte, hält jetzt schriftlich fest, dass er/sie sich entscheiden hat, ein Top Management-Trainer zu werden. Hier kann ich jetzt endlich unterschreiben!
Ein gutes, aufregendes Gefühl stellt sich bei mir ein. Einfach nur, weil ich das jetzt mal aufgeschrieben habe, gut so!

Jetzt ist es amtlich!

Mein Wunschkunde und mein Produkt

Neben den drei Nuggets soll uns die Entwicklung des Wunschkunden helfen, uns husch-husch auf den Weg zum Top-Management-Trainer zu machen. Es hilft zu wissen, für wen konkret ich meine Seminare (oder allgemeiner: Produkte) anbieten will.

Wenn ich meine Nuggets klar habe und einen Schritt weiter Richtung Top-Management-Trainer gegangen bin, kann ich mich als nächstes an die Entwicklung der Produkte begeben. Steve Kroeger hat acht Schritte definiert, die bei der Entwicklung von Produkten insbesondere für Trainer und Speaker zu beachten sind. Leicht abgewandelt gelten diese für alle Produkte.

Ich habe für mich die acht Schritte in drei Phasen eingeteilt:

1. Hör zu!

2. Fang an!

3. Lerne & verbessere!

Zu jedem der acht Schritte bringt Steve Kroeger Beispiele aus seinem Alltag oder lässt uns Beispiele geben. Stets verbunden mit einem klaren Appell seinerseits, auch wirklich loszulegen. Ihm liegt vor allem am Herzen, auch auf das Finanzielle (Preisgestaltung, Liquiditätsplanung etc.) zu achten.

Bei einigen der acht Schritte gehen wir stärker ins Detail, so dauert dieser Teil des Seminars ein wenig länger. Zwischendurch streut Steve Kroeger immer wieder eine  Teilnehmerfrage ein. Ein paar Beispiele:
„Wie schaffst Du es am Ball zu bleiben, wenn Dinge keinen Spaß mehr machen?“

Antwort: „Ich habe irgendwann aufgehört, Dinge zu tun, die mir keinen Spaß machen.“ Er berichtet davon, dass er selbst nur ein Back Office und keine festen Mitarbeiter hat und mehr und mehr Dinge an Agenturen delegiert hat.

Motivieren im Ungewissen

Heute ist das ja ein Motivationsseminar. Und da darf das Wort „motivieren“ gerne ein paar Mal vorkommen. Der nächste Impuls lautet: „Wie motiviere ich zu einem Schritt ins Ungewisse?“ Die vier Schritte gehen von Klarheit (dem Gegenüber klare Fakten liefern, z.B. von hier auf den Gipfel sind es 1.000 Höhenmeter an jeweils 4 Tagen bis hin zu dem Beweis (dem Gegenüber Situationen nennen oder Erfahrungen schaffen, in der er/sie Ähnliches schon mal geschafft hat).

„Du machst mich ganz wuschig!“

Ich schreibe und denke aufmerksam mit, weil ich das einleuchtend und einfach finde und natürlich auch in diesem Artikel wiedergeben möchte. Einer Teilnehmerin (nennen wir sie Sabrina) geht es offensichtlich anders, sie tippt schon länger auf ihrem Handy. Doof für sie, dass sie direkt im Blickfeld des Trainers sitzt. Er geht auf sie zu, bis er direkt an ihrem Tisch steht: „Du machst mich mit Deinem Handy ganz wuschig, Sabrina!“ Eine Minute später, sie hat das Handy nicht aus der Hand gelegt, kommt er wieder auf sie zu: „Können wir eine Sache vereinbaren?“, sie beginnt zu erklären, dass sie in ihrem Geschäft schnell noch was Wichtiges klären muss. Er lässt sie gar nicht erst ausreden und stellt sie vor die Wahl: „Entweder Du legst das Handy aus der Hand oder Du klärst deine Sache, dann bitte draußen!“
Hier schließt sich der Kreis vom Vormittag, als Steve Kroeger Respekt eingefordert hat und zwar in der Form, Handys und Laptops vom Tisch zu nehmen. Sehr konsequent, sehr eindringlich, gefällt sicher nicht jedem. Ich finds super, auch weil es zu dem passt, was er im Laufe des Tages erzählt: Klarheit / Nichts mehr machen, was mir keinen Spaß macht / Respekt

Was bist Du bereit zu riskieren, um Deinen Traum zu leben?

Gegen Ende des Seminars passieren noch zwei Sachen:

Zum einen nimmt uns Steve Kroeger mit auf seine Reisen zu den Seven Summits. Besonders aufregend ist die Geschichte vom Denali (bis 2015 Mount McKinley) in Alaska. Alleine schon die Beschreibung, wie sich die Truppe von Bergsteigern mühsam von Camp zu Camp kämpft haben, klingt nach einer Ausnahmeleistung. Bei der ersten schwierigen Stelle zögert einer der Ranger und geht nicht mehr weiter. Steve Kroeger stellt sich die Frage: „Was bist Du bereit zu riskieren, um Deinen Traum zu leben?“ In jener Nacht entscheidet er sich weiterzugehen.
Einige Tage später, weiter oben am Berg, fällt die Entscheidung anders aus. Das erste Mal bei seinen Gipfelbesteigungen dreht er um und bricht die Besteigung des Gipfels ab. Die Entscheidung umzudrehen, fällt ihm zunächst sehr schwer. Erst als er sich die Frage stellt „Fühle ich mich frei und bin ich persönlich mehr, wenn ich zum Gipfel gehe oder wenn ich umdrehe?“, ist die Entscheidung für ihn glasklar.
Er zeigt Bilder von der Route, von den Camps in Alaska und auch von den Teilnehmern seiner Seminarreisen zum Kilimandscharo. Mit ein paar Beispielen berichtet er von ein paar Teilnehmern, die aufgrund vollkommen unterschiedlichster Motivationen den höchsten Berg Afrikas erklimmen wollen.

Der Pfeil der Umkehr

Was willst Du wirklich?

Das Zweite sind einige Reflektionsfragen, die er uns am Ende des Tages auf den Weg mitgibt. Ein paar Schmankerl sind:

„Was möchtest Du in der Zukunft zurücklassen?“

„Wer sind 2017 für Dich die wichtigsten Menschen?“

Zentrale Frage des gesamten Tages ist für mich: „Was willst du wirklich?“
Steve Kroeger ist der festen Überzeugung, dass in jedem von uns noch mindestens ein Traum steckt, der nach Realisierung schreit. Er glaubt daran, dass jeder von uns eine Aufgabe hat, für die er da ist. Er selbst sieht es als seine Aufgabe an, Menschen auf ihrem Weg zu inspirieren, das zu tun, für was sie da sind.

Ein letzter Tipp von ihm, um seinen Sinn zu finden: „Nehmt Euch Papier und Stift und schreibt für 15 Minuten immer wieder den Satz „Der Sinn meines Lebens ist…“ und vervollständigt diesen immer anders. Irgendwann wird der Satz kommen und Du hast Deinen Sinn!“

Draußen ist es schon länger dunkel, die 8 Stunden sind wie im Fluge vergangen. Am Ende wünscht uns Steve Kroeger Mut, Kraft und Ausdauer, um das zu tun, was uns im Leben wichtig ist.

FAZIT

Ich nehme viele Impulse mit, die ich für mein Leben generell und für mein Trainerbusiness im Speziellen nutzen werde (die drei Nuggets, klare Entscheidungen treffen, beim Produkteentwickeln schnell starten). Da Steve erfahrener Redner ist, fällt es mir leicht, ihm über den gesamten Tag zuzuhören. Seine klare und hier und da provokante Art ist sicher nicht für jeden etwas. Mir hilft es, um schnell zu verstehen, worauf er hinauswill und was ich davon mitnehmen kann.
Zusätzlich berichtet er eindrucksvoll von seinen persönlichen Erfahrungen in den Bergen, so wird das Training nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam und spannend.

Jetzt Du

Das ist er also, mein erster Erlebnisbericht in meinem Seminarjahr.
Ich freue mich, wenn Du mir in den Kommentaren schreibst, wie Dir der erste Bericht gefallen hat.

7 Gedanken zu „Steve Kroeger – Mit Leichtigkeit Gipfel erklimmen: Der Erlebnisbericht

  1. Vielen Dank für diesen interessanten, ausführlichen und unterhaltsamen Bericht. Ich beschäftige mich selber seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema persönliche Weiterentwicklung und Lebensziele, bin allerdings auf der leiter noch recht weit unten 😉 Für 2017 steht aktuell die Gast-Phase bei den Toastmasters ins Haus, außerdem habe auch ich einige Seminare, Bildungsurlaube und eine der Gedankentanken-Rednernächte eingeplant. Ich freue mich daher auf weitere Berichte.

    Viele Grüße, weiterhin viel Spaß bei den diversen Seminaren und viel Erfolg bei der Umsetzung der ein oder anderen Idee wünscht
    Joachim

    1. Hallo Joachim,
      vielen Dank für Dein nettes Feedback. Super, dass Du Deine persönliche Weiterentwicklung vorantreibst. Da hast Du Dir für 2017 ja auch einiges vorgenommen. Ich wünsche Dir viel Spaß und viele wertvolle Erkenntnisse auf Deinem Weg. Vielleicht sehen wir uns ja auf einer der Rednernächte.
      Der nächste Bericht folgt schon bald…

      Viele Grüße
      Frank

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